Standpunkte

Laer und Holthausen Fast 10 Jahre „bunte“ Politik waren für die Gemeinde Laer das Beste, was ihr nach vielen Jahren der Vorherrschaft einer Partei passieren konnte. Weil keine Partei die absolute Mehrheit im Rat hatte und hat, konnten auch gute Ideen und Vorschläge der kleineren durchgesetzt werden. Diese Konstellation hat Laer trotz hoher Verschuldung und hoher überproportionaler Belastungen im Sozialbereich die Lebendigkeit nicht genommen.

Es wurden u. a. wieder Wohnbau- und Gewerbeflächen zur Verfügung
gestellt und zahlreiche Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Gemeinde
Laer konnten verwirklicht werden. Trotz schwerster finanzieller Zeiten konnten zum Beispiel für die Kinder und Jugendlichen die Angebote in der Jugendarbeit oder der Musikschule durch die Unterstützung
der Gemeinde erhalten und verbessert werden. Für die Sozialdemokraten ist es deshalb ein vorrangiges Wahlziel, die absolute Mehrheit einer Partei zu verhindern und weiterhin dafür zu werben, dass sich Mehrheiten im Rat erst finden müssen. Die SPD-Fraktion ist in den vergangenen zwei Wahlperioden ein verlässlicher Partner – auch für den Bürgermeister – gewesen. Dieses möchten wir auch in Zukunft sein.

 

Wohnen und Arbeiten, Finanzen, Ausblick

Der größte Teil der arbeitenden Laererinnen und Laerer ist auswärts beschäftigt und auf das Auto oder den Bus angewiesen. Der Klimawandel
und die hohen Treibstoffpreise machen es notwendig, möglichst viele Arbeitsplätze am Wohnort zu schaffen. Für Laer ist dieses leider fast nur im Gewerbebereich möglich. Mit der Erschließung des neuen
Gewerbegebietes bietet Laer preis-günstige Grundstücke an, damit durch Neuansiedlung oder Umsiedlung neue Arbeitsplätze entstehen
oder erhalten werden. Wohnbauflächen befinden sich in ausreichendem Maße in der Bevorratung.

Durch die in den Gemeinden eingeführte Verwaltung der Finanzen nach kaufmännischen Gesichtspunkten (NKF) hat die Gemeinde
Laer ab diesem Jahr die Haushaltssicherung (Finanzaufsicht durch den Kreis) verlassen können. Dies klingt zunächst gut, bedeutet
aber nicht, dass die Gemeinde nun über deutlich höhere Einnahmen verfügt oder ihre Schulden drastisch abgebaut hat. Die Strukturschwäche
im Haushalt bleibt bestehen. Die Schulden für Investitionen wurden in
den letzten Jahren kontinuierlich abgebaut. Dagegen ist die Kreditaufnahme zur Liquiditätssicherung deutlich angestiegen. Die
Gemeinde wird in den nächsten Jahren weiterhin deutlich sparen müssen. Dieses Ziel unterstützt die SPD und wird sich in diesem Zusammenhang für einen stärkeren Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit einsetzen, um durch gemeinsame Ressourcennutzung Einsparungen zu erzielen.

Auf den neu zu wählenden Rat und Bürgermeister kommen weiterhin finanziell schwierige Zeiten zu. Die SPD stellt deshalb nicht nur politisch erfahrene Kandidaten zur Wahl, sondern bittet auch um Ihr Vertrauen, um
ihre bewährte Politik fortsetzen zu können.

 

Kinderbetreuung und Schule, Familien und Senioren

In der Gemeinde Laer sind ausreichend Plätze für die Kinderbetreuung vorhanden. Die Betreuung der Kinder unter drei Jahren befindet
sich im Aufbau. Kreisweit fordert die SPD die generelle Beitragsfreiheit für das letzte Kindergartenjahr.

Der demographische Wandel wird auch vor Laer nicht Halt machen. Deshalb wird die Zahl der Schüler in Zukunft abnehmen. Als neue Herausforderung wird die Ganztagsgrundschule auf der Agenda stehen. Um dann allen Kindern ein altersgerechtes und nahrhaftes Mittagessen anbieten zu können, wird die Errichtung einer Mensa notwendig sein. Der Vorschlag der SPD, aus den Konjunkturmitteln des Bundes und angesparten Mitteln der Schulpauschale eine Mensa zu errichten, die auch
als Schulaula und für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden kann, fand im Gegensatz zu den Nachbarorten keine Zustimmung bei den anderen Parteien.

Die Förderung von Familien und Senioren ist schon immer ein Anliegen der Sozialdemokraten gewesen. In Laer mit seinen drängenden
Finanzproblemen war aber eine Unterstützung deshalb weitgehend nur im ideellen Bereich möglich. Den Familien möchten wir im nächsten Baugebiet preisgünstige Grundstücke anbieten. Für die finanzielle Unterstützung
der verschiedenen Ferienprogramme werden wir uns weiter einsetzen.

Betreuungsplätze für Senioren wurden in den letzten Jahren in ausreichender Zahl geschaffen. Ein Manko scheint dort vorzuliegen, wo
ältere Menschen in ihren Wohnungen bleiben möchten, es aber an der notwendigen Mobilität fehlt. Falls dieses Problem nicht durch
ehrenamtlichen Einsatz gelöst werden kann, muss über eine bezahlte Form der begleitenden Hilfe nachgedacht werden.

 
 

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